June 2007
Internet Werbeausgaben explodieren – insbesondere in Großbritannien
Die Anzeigenkunden in Großbritannien haben im ersten Quartal 2007 nach einem Bericht der „Advertising Association“ über 4,2 Milliarden Britische Pfund ausgegeben – ein Plus von drei Prozent. Dieser Bericht steht ganz im Gegensatz zu dem optimistischen Bild, das vom Weltverband der Zeitungen (WAN) bei der Konferenz in Südafrika gezeichnet wurde, der ein weltweites Wachstum bei Auflagen und Anzeigenumsätzen präsentierte.
Der Quartalsbericht über die Werbeausgaben brachte zum Vorschein, dass alle Medien in Großbritannien – außer Online, Außenwerbung und Kino - Verluste hinnehmen mussten.
Die Fernsehwerbung verliert weiter in der Gunst der Kunden, allerdings nur um 0,8 Prozent auf 962 Millionen Pfund, am meisten getroffen wurden die Zeitschriften mit einem Minus von 6,6 Prozent auf 203 Millionen Pfund. Danach folgten die Regionalzeitungen mit einem Minus von 3,8 Prozent (705 Millionen Pfund) und die national verbreiteten Zeitungen mit einem Rückgang von 1,8 Prozent (492 Millionen Pfund); die Kundenzeitschriften verloren 1,4 Prozent (188 Millionen Pfund), das Radio ging um 1,8 Prozent zurück (127 Millionen Pfund) und die Direktwerbung um 3,6 Prozent (615 Millionen Pfund).
Insgesamt verlor die Zeitungswerbung 3,3 Prozent auf nunmehr 1,59 Milliarden Pfund, dabei gaben die Werbekunden 4,8 Prozent weniger für die Rubrikenmärkte und 2,1 Prozent weniger für gestaltete Anzeigen aus.
Auf der positiven Seite stieg die Internetwerbung massiv um 42 Prozent auf 648 Millionen Pfund an. Das Kino wuchs um fast 10 Prozent auf 30 Millionen und die Außenwerbung um 7,7 Prozent auf 237 Millionen Pfund.
